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Was ist Handtherapie und wann hilft sie?

von Stefanie Nosko-Klitsch

Unsere Hände sind bei fast allem im Einsatz – vom Zähneputzen bis zur Arbeit. Wie wichtig sie sind, merkt man oft erst, wenn sie schmerzen oder nicht mehr richtig funktionieren. Handtherapie ist ein spezialisierter Bereich der Ergotherapie, der genau hier ansetzt: Sie hilft dabei, nach Verletzungen oder Operationen Beweglichkeit, Kraft und Feingefühl der Hand zurückzugewinnen.

Wann Handtherapie hilft

Handtherapie kommt bei einer Vielzahl von Beschwerden zum Einsatz, zum Beispiel:

  • Nach Operationen an Hand, Fingern oder Handgelenk.
  • Nach Knochenbrüchen (z. B. Speichenbruch am Handgelenk).
  • Bei Sehnen- und Nervenverletzungen.
  • Beim Karpaltunnelsyndrom und anderen Nervenengpässen.
  • Bei Arthrose und Rheuma der Fingergelenke.
  • Nach Verletzungen und Unfällen mit Bewegungseinschränkung.
  • Bei anhaltenden Schmerzen oder Kraftverlust der Hand.

Wie Handtherapie funktioniert

Am Anfang steht eine genaue Befundung: Wie ist die Beweglichkeit, die Kraft, das Gefühl? Was ist das Ziel im Alltag? Darauf baut ein individueller Behandlungsplan auf. Typische Bausteine sind:

Bewegungs- und Krafttraining

Gezielte Übungen bringen Beweglichkeit zurück und bauen schrittweise Kraft und Ausdauer auf – immer angepasst an den Heilungsverlauf.

Narbenbehandlung

Nach Operationen können Narben Bewegungen einschränken. Mit Massage, Mobilisation und speziellen Techniken bleiben Narben geschmeidig.

Schienen und Hilfsmittel

Individuell angefertigte Schienen schützen, entlasten oder unterstützen die Hand in der richtigen Position – ein wichtiger Baustein der Handtherapie.

Sensibilitäts- und Feinmotoriktraining

Nach Nervenverletzungen wird das Gefühl gezielt wieder trainiert. Feinmotorikübungen bringen Geschicklichkeit für Alltag und Beruf zurück.

Schmerz- und Ödembehandlung

Schwellungen und Schmerzen werden gezielt behandelt, damit Bewegung wieder möglich wird.

Alltagstipps für gesunde Hände

  • Regelmäßig bewegen: Kurze Bewegungspausen bei einseitiger Belastung (z. B. am Computer) beugen Beschwerden vor.
  • Gelenke schonen: Kraft aus großen Gelenken nutzen, schwere Dinge nah am Körper tragen.
  • Wärme und Dehnung: Warme Hände sind beweglicher – sanftes Dehnen tut gut.
  • Hilfsmittel nutzen: Griffverdickungen und ergonomische Werkzeuge entlasten die Gelenke.
  • Auf Signale hören: Anhaltende Schmerzen sind ein Warnsignal – lieber früh abklären lassen.

Zurück in Beruf und Alltag

Das eigentliche Ziel der Handtherapie ist immer der Alltag: wieder eine Tasse halten, Knöpfe schließen, schreiben oder voll arbeiten können. Deshalb richten wir die Therapie an Ihren persönlichen Zielen aus und begleiten Sie Schritt für Schritt dorthin – in enger Abstimmung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Handtherapie wird ärztlich verordnet. In unserer Praxis in Passau bieten wir spezialisierte Handtherapie für die Stadt und die Region – ebenso in unseren Praxen für Ergotherapie in Pocking, Bad Füssing und Fürstenzell. Fordern Sie einen kostenlosen Rückruf an, wir melden uns innerhalb von 72 Stunden.

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